Samstag, 27. September 2014

Fruchtige Kürbissuppe mit heißen Maronen

Ich finde es interessant zu beobachten, wie sich mein Geschmacksinn seit ich die 25 überschritten habe immer mehr verändert. Es scheint, als hätte ich nochmal einen geschmacklichen Entwicklungsschub vollzogen. Eine Geschmackspubertät sozusagen. Dinge die ich noch mit Anfang 20 verabscheute mag ich jetzt, mit Ende 20, richtig gerne. Fisch jeglicher Art, Garnelen, Zucchini, Spinat, Rote Beete, Kaffee, Weißwein... und wie ich gerade festgestellt habe, schmecken mir inzwischen auch Maroni! Ach was heißt "schmecken mir"... ich liebe sie! Als ich sie kürzlich im Supermarkt liegen sah, habe ich sie einfach auf gut Glück mitgenommen. Man muss schließlich jedem eine zweite Chance geben. Als Kind mochte ich sie leider nicht, obwohl ich die Vorstellung Kastanien zu essen ganz toll fand und mich auch gerne vor dem Ofen positioniert habe, um ihnen beim Aufplatzen zuzusehen... aber essen mochte ich sie dann doch nicht. Waren nicht mein Ding.

Aber, wie ich jetzt festgestellt habe, hat es sich gelohnt ihnen eine zweite Chance zu geben. Ich finde Maronen richtig toll! Schön heiß aus dem Ofen kann man sie wunderbar als TV-Snack essen oder man verwendet sie zum Kochen. Dafür eigenen sich prima die vorgekochten Maroni, die es eingeschweißt im Supermarkt zu kaufen gibt. Zum pur Snacken sind aber die ganzen Maroni aus dem Ofen schöner... Das knacken der heißen Schale gehört da einfach dazu. Geschmacklich und von der Konsistenz unterscheiden sie die beiden Arten sehr. Die vorgekochten Maroni sind süßer und weicher. Sie erinnern mich an Datteln und Feigen, nur erdiger. Die im Ofen gebackenen schmecken nussiger und haben mehr Biss.


Als Einlage für meine fruchtige Kürbissuppe haben sich die vorgekochten Maronen sehr gut geeignet. Das ist eine spannende Geschmackskombination und pimpt die Suppe richtig auf!

Kürbissuppe gehört zu meinen Herbstfavoriten! Man kann sie in so vielen Variationen zubereiten, dass sie immer anders, aber immer lecker schmeckt. Ich finde Kürbissuppe gelingt immer. Ich halte mich dabei nie an ein Rezept, sondern lege einfach mit Kochen los. Für euch habe ich aber mein letztes Rezept notiert. Es ist eine leicht fruchtige Variante, die von dem Ingwer eine angenehme Schärfe erhält. Sie schmeckt vor allem am nächsten Tag. Ist also ein super Essen zum Mitnehmen! Ich mache davon immer eine große Portion, damit ich gleich 2-3 Mal davon essen kann. Lässt sich auch super einfrieren.


Zutaten (für 3 Portionen):

  • Ein Hokkaido 
  • 3 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 20 ml Olivenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Stange Zitronengras
  • Saft einer Orange
  • Ein kleines Stück Ingwer (ca. 10 g)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • gekochte Maronen und etwas Kürbisöl als Topping

Die Zwiebel, den Kürbis und die Möhren putzen und klein schneiden. Das Öl in einem großen Topf leicht erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Die Möhren und den Kürbis dazu geben und leicht anbraten lassen. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und sanft köcheln lassen. Den Ingwer klein hobeln und dazu geben. Vom Zitronengras die äußere Schicht abziehen und es im Ganzen mit in den Topf geben. Das Ganze jetzt so lange köcheln lassen, bis das Gemüse so weich ist, dass dein Pürrierstab damit fertig wird. Vor dem Pürrieren unbedingt das Zitronengras aus dem Topf nehmen, sonst sind in deiner Suppe unangenehme Fasern die vom Gefühl an Fischgräten erinnern... Ähja, ich spreche aus Erfahrung. Die Suppe also fein pürrieren und nochmal erhitzen. Vorsicht, ab jetzt kann sie fies spritzen und dabei schmerzhafte Verbrennungen verursachen (ja... auch hier spricht die Erfahrung). Also lieber einen Deckel auf den Topf legen und immer wieder umrühren. Nun den Saft der Orange dazu geben und die Suppe ordentlich mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen. Wenn sie dir zu dick erscheint kannst du mehr Wasser oder wenn du es cremiger magst etwas Milch oder Sahne dazu geben.

Die Vorgekochten Maroni erhitzt du einfach nur in dem du den eingeschweißten Beutel mehrere Minuten in kochendes Wasser legst. Dann die Maroni etwas zerkleinern und beim Anrichten auf die Suppe geben. Darüber noch ein paar Tropfen Kürbiskernöl und fertig ist das Herbstessen!





Ein bisschen Herbstdeko hat sich auf meinem Esstisch auch breit gemacht. Ich mag das satte Rot der Chrysanthemen sehr gerne.

Achja,weiß jemand wie es richtig heißt: "Maronen" oder "Maroni"? Ich habe jetzt einfach munter beide Versionen benutzt. Hätte auch einfach "Esskastanie" sagen können, das ist einfacher ;-)

Kommentare :

  1. Hallo du! Ich bewundere deine schönen Rezepte & Bilder immer bei den Naschkatzen und daher möchte ich dich jetzt auch für diesen Blog Award nominieren!

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    Liebe Grüße
    WaWü

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    1. Dankeschön :) Habe dir dazu was in deinem Blog geschrieben.

      Liebe Grüße,
      Miri

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  2. Yum, das klingt ja köstlich und die Bilder sind sehr schön=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

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    1. Ja war lecker! Vor allem konnte ich davon die halbe Woche essen. Da hat sich das Vorkochen gelohnt :)

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  3. Ich liebe Kürbissuppe, da bekomme ich gleich Appetit!!!

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    1. Na dann nichts wie los an den Kochtopf! Die Kürbissaison geht noch lang, da hast du sicherlich auch noch die Gelegenheit!

      Lieber Gruß,
      Miri

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  4. Sehr toll!
    Und interessant mal den Unterschied zwischen frischen und abgepackten Maronen zu hören. Habe letztere noch nie ausprobiert, aber werde ich wohl demnächst mal machen!
    Schöne Bilder auf jeden Fall, und ich schau mich mal ein bisschen um hier :)

    Liebe Grüße ♥

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    1. Danke :) Ja, schau dich gerne um. Freut mich!

      Die abgepackten Maronen hatte ich auch zum ersten Mal. Das war ein Verzweiflungskauf, weil ich bei Rewe die frischen Maronen nicht finden konnte. Bei dem türkischen Supermarkt nebenan gab es dann aber doch welche, die trotzdem mit mussten, weil sie sich auf den Bildern besser machten ;-)
      Hat sich aber gelohnt, die abgepackten Maronen zu testen! Schmecken super und sind vor allem ganz schnell zubereitet. Hatte die restlichen in einem Kürbis-Zucchini-Auflauf mitverarbeitet, was auch richtig lecker war! Werde sie auf jeden Fall öfter kaufen.

      Liebe Grüße,
      Miri

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  5. Das geht mir genauso: Ich stehe nun auch auf etliche Dinge, die ich mit 20 nicht mochte: z.B. Fenchel, Salbei, Senf oder Kellerbier. Es gibt so einiges, was ich gerade erst für mich entdecke.... Maronen standen aber schon irgendwie immer auf meiner Lieblings-Liste. ;)

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    1. Ich warte noch darauf, dass mir Fenchel, Rotwein und Kellerbier anfangen zu schmecken. Neu auf der "Schmeckt-mir-Liste" sind aber Minioctopus, Miesmuscheln und Lakritz. Hätte ich ja nie für möglich gehalten, dass ich das mal essen würde... Aber man entwickelt sich ständig weiter!

      Lieber Gruß,
      Miri

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  6. Kürbissuppe geht einfach immer! An Maronen habe ich bis jetzt nicht mehr getraut, seitdem ich damit einmal einen ziemlichen Reinfall erlebt habe... Aber im Sinne einer Erweiterung der verzehrbaren Lebensmittel wäre es wohl durchaus mal angebracht, dem Ganzen eine zweite Chance zu geben :)

    Liebe Grüße
    Katrin

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    1. Jaaa, trau dich! Vielleicht ist genau jetzt die Zeit der Maronen für dich gekommen ;-)

      Lieber Gruß,
      Miri

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  7. Mhhmm...ich LIEBE Maroni (ich nenn sie immer Maroni :-))! Danke dir, für das Rezept - werde ich sicher in nächster Zeit einmal nach kochen! Alles Liebe, Marlies

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  8. Ich hoffe, dass es mir in einigen Jahren so wie dir geht und ich den Kürbis irgendwann noch für mich entdecke :D Bis jetzt herrscht da leider noch keine allzu große Liebe! Allerdings liebe ich Maroni, das ist einfach Herbst pur! :))

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  9. Ohh ich liebe die Kürbiszeit!! Und das Rezept sieht wirklich lecker aus. :)

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Schreibst du mir? Wie schön! Ich freue mich riesig über jeden einzelnen Kommentar!